Ostallgäu
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B19: Entscheidung im Herbst – Trassenführung in Langenwang noch offen

Die endgültige Entscheidung darüber, ob das B19-Projekt zwischen Sonthofen und Oberstdorf zeitnah realisiert werden kann, wird nach der Sommerpause in Berlin fallen. Bei ihren Gesprächen mit der Gemeinde Fischen gab die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Hagl-Kehl, die im Verkehrsausschuss für das Neubauprojekt zuständig ist, jetzt erstmals den genauen Zeitplan des Entscheidungsprozesses bekannt. Unmittelbar nach den Sommerferien wird sich das Bundeskabinett mit dem Thema befassen. Anschließend geht der Gesetzentwurf zur ersten Lesung in den Bundestag. In der letzten Oktoberwoche werden im Verkehrsausschuss die Einzelheiten abschließend geklärt. Voraussichtlich im November dieses Jahres wird dann der neue Bundesverkehrswegeplan durch das Parlament verabschiedet.

Hagl-Kehl versprach außerdem eine Überprüfung der Kfz-Zahlen, die das Bundesverkehrsministerium bei der bisherigen Einstufung des Projekts zugrunde gelegt hat. Nach Ansicht der Gemeinde Fischen sind diese zu niedrig angesetzt. Denn schon heute sei das tatsächliche Verkehrsaufkommen auf der B19 südlich von Sonthofen mit täglich über 18.000 Fahrzeugen wesentlich höher, als vom Ministerium für das Jahr 2030 prognostiziert worden sei. Unverständlich sei auch, dass die Ergebnisse der Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 bisher noch nicht in die Bewertung mit eingeflossen seien.
Unmittelbar nach der Entscheidung über die endgültige Einstufung des Projekts solle die Gemeinde auf jeden Fall in engem Zusammenwirken mit der zuständigen Baubehörde die künftige Trassenführung im Ortsteil Langenwang erarbeiten, empfahl Hagl-Kehl. Nach ihrer vor Ort gewonnenen Einschätzung sei ein Tunnel unter dem jetzigen Verlauf der Bundesstraße auch hinsichtlich der Kosten möglicherweise die günstigere Lösungsvariante. Diese wird auch vom Fischinger Gemeinderat bevorzugt.

Artikel veröffentlicht am: 28. Juni 2016