Ostallgäu
Sozialdemokratie
in Wort und Tat

Gleichstellung noch lange nicht erreicht

Ein voller Erfolg war der Frauenempfang in Schloss mit MdL Dr. Simone Strohmayer Hopferau. Denn nicht nur unsere politischen Forderungen haben den Frauen „gut geschmeckt“, sondern auch die Weißwürste Brezen und Weißbier. Beim Frühschoppen im Freybergsaal des spätmittelalterlichen Jagdschlosses nach dem offiziellen Teil gab es in lockerer Runde und schöner Atmosphäre noch interessante Gespräche.

Im Rahmen unserer „BayernTour“, mit der wir von der SPD-Landtagsfraktion immer wieder den Aus-tausch mit den Menschen vor Ort suchen, um zu erfahren, wo sie der Schuh drückt, habe ich am 17. März die Frauen aus dem Ost- und Oberallgäu zu einem Frauenempfang ins Schloss Hopferau bei Füssen eingeladen. Die gute Resonanz dieser Veranstaltung, bei der ich meine Kollegin Dr. Simone Strohmayr, unsere Frauenpolitische Sprecherin im Bayerischen Landtag, als Hauptreferentin begrüßen konnte, zeigt das Interesse der Frauen an einer nachhaltigen Gleichstellungspolitik. Denn auch wenn wir bei der Gleichstellung von Frauen und Männern schon viel erreicht haben, gibt es immer noch klare Benachteiligungen der Frauen in vielen Bereichen.
Das Bayerische Gleichstellungsgesetz hat etwa in punkto Frauen in Führungspositionen nichts voran-gebracht: 16 Jahre nach der Verabschiedung des Gesetzes werden nur 22 Prozent der Referate in Äm-tern und Behörden von einer Frau geleitet. Unsere SPD hat daher einen Entwurf für ein „wirksames“ Gleichstellungsgesetz eingebracht, das konkrete Sanktionsmöglichkeiten vorsieht. Der öffentliche Dienst soll damit eine Vorreiterrolle übernehmen. „Ohne solche Vorstöße kräht kein Hahn danach, wenn es im Berufsleben anders aussieht als in der bayerischen Verfassung, die den Gleichheitsgrund-satz festschreibt“, unterstrich auch Dr. Simone Strohmayr die Notwendigkeit klarer gesetzlicher Rege-lungen. Sie beklagte zudem die weiterhin „hohen Hürden“, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch heute noch sehr erschweren.
„Wir brauchen endlich flächendeckende, zuverlässige und qualitativ gute Kinderbetreuungsangebo-te“, forderte sie ebenso wie die gerechte Bezahlung von Frauen. Simone Strohmayr prangerte deutlich an, dass Frauen für die gleiche Arbeit häufig weniger Lohn erhalten als ihre Kollegen. Außerdem führe die Beschäftigung vieler Frauen in Teilzeit und Minijobs geradewegs in die Altersarmut. Damit seien Frauen von einer weiteren Benachteiligung betroffen.
Wir sind uns in der Fraktion einig, dass wir SozialdemokratInnen den Kampf für die Gleichberechti-gung der Frauen weiterbetreiben müssen. Wir dürfen da nicht locker lassen, ehe wir unser Ziel er-reicht haben. Unser Entwurf für ein neues Geleichstellungsgesetz ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Nach einem Regierungswechsel in Bayern werden wir die Umsetzung schnellstmöglich anpacken und damit dafür sorgen, dass Bayern auch bei der Gleichstellung von Männern und Frauen endlich ins Gleichgewicht kommt.

Artikel veröffentlicht am: 27. März 2013