Ostallgäu
Sozialdemokratie
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Pressemitteilung: Verleihung der Roten ASF-Rose 2015 an Margot Käßmann

Verleihung der ASF Rose 2015 an Margot Käßmann am 6. März 2015 ab 19.30 Uhr im Haus Hopfensee, Füssen

Einladung zur Verleihung der ASF-Rose
Plakat zur Verleihung der ASF-Rose

Die Ostallgäuer Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) verleiht den Hauptpreis ihres Gleichstellungspreises, die Skulptur der Roten ASF-Rose 2015 an Margot Käßmann. “In Margot Käßmann haben wir eine Preisträgerin gefunden, die als eine der ersten Frauen innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland hohe und höchste Ämter eingenommen und damit gezeigt hat, wie Frauen selbst in überwiegend von Männern geprägten Bereichen ihren erfolgreichen Weg gehen und dadurch auch andere dazu ermuntern können”, so die Vorsitzende der SPD Ostallgäu, Ilona Deckwerth.

Mit der früheren Bischöfin der evangelischen Landeskirche Hannover und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland von 2009 bis 2010, Margot Käßmann erhält zum ersten Mal eine Frau aus dem Bereich der Kirche die Rote ASF-Rose. Als eine der ersten Bischöfinnen und als erste Ratsvorsitzende der EKD leistete sie auf diesen Gebieten Pionierarbeit. Margot Käßmann führte die Ämter mit hohem Einsatz und hob sich hervor durch die Klarheit und Deutlichkeit ihrer Worte und ihrer moralischen Positionen. Mit dem Statement “Nichts ist gut in Afghanistan” erklärte sie in ihrer Weihnachtsbotschaft 2009 , dass der lange militärische Einsatz in Afghanistan nach den ethischen Maßstäben der EKD nicht zu rechtfertigen sei. Sie forderte “mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen”.

Sie, die ihre hohen Ämter mit der Kraft ihrer Worte und ihrer ethischen Vorstellungen führte, zeigte, dass sie nicht nur das Wort im Munde führte, sondern ihre Maßstäbe auch selbst lebte. Nach ihrer Fahrt unter Alkoholeinfluss im Februar 2010 legte sie ihre Ämter als Bischöfin und Ratsvorsitzende mit der Begründung nieder, dass sie dadurch ihre Führungsämter beschädigt habe und diese darum nicht mehr mit der nötigen Autorität ausüben könne. Sie gewann mit diesem Schritt noch mehr Glaubwürdigkeit und Autorität.

“Margot Käßmann zeigt uns, wie wichtig es ist, klare Positionen für Humanität, Gerechtigkeit und Frieden zu beziehen und diese nicht nur in Sonntagsgottesdiensten zu predigen, sondern im Alltag und im Konfliktfall auch zu leben”, betont Karin Wehle-Hausmann, stellvertretende Vorsitzende der SPD Ostallgäu.

Die Rote ASF-Rose wird am Freitag, den 6. März 2015 um 19.30 Uhr im Haus Hopfensee, Füssen/Hopfen am See im Rahmen eines öffentlichen Festaktes verliehen.

Artikel veröffentlicht am: 2. März 2015