Ostallgäu
Sozialdemokratie
in Wort und Tat

Rechtsextremismus auch im Allgäu weiterhin ein Problem

Pressemitteilung 29/2015 vom 21.07.2015, 7:35: Anfrage von MdL Dr. Paul Wengert zeigt steigende Zahl von Straftaten, aber auch positive Entwicklung bei Aufklärungsquote.

Mehr als die Hälfte aller Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund in Schwaben wurden 2014 im Allgäu verübt. Dies ist die traurige Bilanz einer Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert an die Bayerische Staatsregierung. So wurden im vergangenen Jahr 177 rechtsextreme Straftaten im  Allgäu registriert, von 278 in Schwaben insgesamt. Der Großteil dieser Straftaten sind das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung, aber auch Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. „Diese Zahlen sind leider keine positive Nachricht für die Region, rechtsextremen Straftaten muss weiterhin intensiv nachgegangen werden. Positiv ist in diesem Zusammenhang aber die gestiegene Aufklärungsquote von 45% im Jahr 2011 auf 71,9% im Jahr 2014“, bewertet der Innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Wengert die Allgäuer Zahlen, die durchaus lokale Schwerpunkte aufweisen. Die auffälligen Zahlen für Memmingen im Jahr 2014 sind demnach auf die Aufdeckung eines Versandhandels mit rechtsextremistischer Musik zurückzuführen, heißt es in der Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf die Anfrage Wengerts. Sorge bereitet dem Landtagsabgeordneten die Aktivitäten verschiedener rechtsextremistischer Gruppierungen in Schwaben und speziell im Allgäu. So ist die größte aktive bayerische Skinheadgruppe „Voice of Anger“ im Großraum Kempten – Memmingen beheimatet, daneben gibt es mehrere rechtsextreme Musikgruppen sowie Versanddienste.

Artikel veröffentlicht am: 21. Juli 2015