Ostallgäu
Sozialdemokratie
in Wort und Tat

Starkbieranstich mit Christian Ude, Paul Wengert und Ilona Deckwerth

Beim Starkbieranstieg der SPD Ostallgäu und Füssen brauchte Christian Ude drei Schläge zum Anzapfen. Das danach von Paul Wengert eingeschenkte und von den Landtagskandidaten Ilona Deckwerth, Jörg Hilbert und Carmine Macaluso an die Besucher verteilt wurde. Nachdem das Fass geleert war, redete Christian Ude vor 250 Gästen.

Wir bringen Bayern ins Gleichgewicht! Das ist die Parole der Bayern SPD zum kommenden Landtagswahlkampf. Christian Ude sprach in einer mitreißenden Rede mehrere Themen an.
Vor über einem Jahr trafen sich drei Oberbürgermeister der jeweiligen Landeshauptstadt und gaben bekannt, zwar in ihrer Stadt zu bleiben, aber einen Umzug vom Rathaus in die Staatskanzlei vornehmen zu wollen.  Damals reagierte die Presse mit großer Skepsis. Heute regiert Thorsten Albig in Kiel mit einem Dreibündnis und Stephan Weil in Hannover. Nun gelte auch für Bayern das Gesetz der Serie.
Christian Ude erklärte, erhabe mittlerweile ein lustvolles Verhältnis zu Wahlen, da er schon viermal in München gewonnen und Wahlen sind im Gegensatz zu Umfragen nicht käuflich.
Das in Bayern ebenfalls ein Dreibündnis auch möglich wäre, ist durch das Volksbegehren gegen die Studiengebühren bewiesen worden. Hierbei hat die bayrische Regierungskoalition eine schlechte Figur abgegeben und beide zuerst als unumstößlich angekündigte Position einfach aufgegeben. Im Landtag wurde noch im Herbst letzten Jahres die Abschaffung der Studiengebühren durch die Regierungsmehrheit abgelehnt. Nun tun beide Parteien so, als wären Sie schon immer Gegner der Gebühren gewesen, die Stoiber im Alleingang eingeführt hat. Aber das waren nicht die einzigen Umfaller: der kleine Partner hat keine frühkindliche Förderung durchgesetzt und der große hat nun den vorher strikt abgelehnten und eigentlich unmöglichen Ausgleich der Hochschulfinanzierung zugestimmt.
Christian Ude hat aber Mitleid mit den Mitgliedern der großen Regierungspartei, die “sich noch in den Schützengräber befinden” und noch für Dinge eintreten, bei denen der Vorsitzende schon wieder umgefallen ist, weil die Mehrheit der Bevölkerung eine andere Meinung – übrigens die langzeitige Position der SPD- hat. Er nannte noch zwei weitere Beispiele. Der Schwenk bei der Atomenergie, der natürlich begründet werden musste. Somit wurde erst nach Fukushima bemerkt, dass “auch Ohu II von Erdbeben und Flutwellen bedroht sei”. Auch beim Donauausbau wäre man ja schon immer dagegen gewesen.
Zusammenfassend meinte Ude: “Wir lassen in Bayern regieren” und empfahl den Wählern, doch gleich das Original und nicht das Plagiat zu wählen.
Bilder und Artikel: M. Kubatschka

Artikel veröffentlicht am: 26. Februar 2013