Ostallgäu
Sozialdemokratie
in Wort und Tat

Unterbezirksparteitag Die Ostallgäuer SPD macht sich Hoffnungen auf einen Regierungswechsel

Die Genossen blasen zum Angriff

Roßhaupten Die Genossen scheinen an sich zu glauben. Ganz dem ehemaligen Siegesslogan von US-Präsident Barack Obama gemäß demonstrierte vor Kurzem auch Ilona Deckwerth auf dem Unterbezirksparteitag der Ostallgäuer Sozialdemokraten im Bistro „Vis-à-vis“ in Roßhaupten großes Selbstbewusstsein mit den Worten: „Yes we can.“ Und während sich die Füssener SPD-Vorsitzende damit vor allem auf einen „Regierungswechsel bei der Landtagswahl in Bayern im Herbst“ bezog, unterstrich auch der Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert, dass sich die Parteigänger der Sozialdemokraten von den negativen Ergebnissen verschiedener aktueller Meinungsumfragen „nicht entmutigen lassen“ sollten. Schließlich ist laut Wengert „ein Wechsel in Bayern jetzt dringend notwendig“, um den Freistaat „in Einklang“ zu bringen.

Neben Deckwerth und Wengert dokumentierten in Roßhaupten aber auch fünf weitere SPD-Kandidaten für die Wahlen zum Land- beziehungsweise Bezirkstag, die heuer parallel zur Bundestagswahl am 15. September stattfinden, ihren entschiedenen Willen, sowohl in Bayern als auch in Berlin einen Regierungswechsel herbeizuführen. Die den rund 30 übrigen Parteitagsteilnehmern von Deckwerth und Wengert vorgestellten Catrin Riedl, Brigitte Protschka, Georg Waldmann, Carmine Macaluso und Thomas Riederle bildeten so nach Wengerts Einschätzung eine Art Speerspitze beim Bemühen der SPD, „noch mehr Flagge zu zeigen“. Darum gehe es nämlich nach Meinung des Landtagsabgeordneten und ehemaligen Bürgermeisters von Füssen in erster Linie, damit „wir am 15. 9. alle zusammen feiern können“.

Dass dies letzten Endes auch so eintrete, wie sich die Genossen, die ihre Versammlung unter das Motto „Noch fünf Monate bis zum Ziel – Höchste Zeit für den Wechsel“ gestellt hatten, das wünschen, betonte Deckwerth außerdem mit ihrer Aussage: „Wir haben die besseren Inhalte, deswegen gewinnen wir.“ Wie zuversichtlich sie in dieser Hinsicht sei, bestätigte die SPD- Landtagskandidatin darüber hinaus mit einer speziellen Wette. Demzufolge versprach sie, die Anwesenden des Unterbezirksparteitages für den Fall, dass die Genossen im September nicht gewinnen sollten, auf „eine Runde fränkische Bratwürste“ einzuladen.

Wengert ging in seiner Wahlkampfrede unterdessen viel auf die 150-jährige Geschichte der SPD ein und versuchte damit zu untermauern, dass die Sozialdemokraten nicht nur die „Partei des Friedens“ sowie die „Partei der Gerechtigkeit“, sondern auch die „Partei der Demokratie“ seien. Bayern mache die SPD dabei keineswegs schlecht, vielmehr würde sie nur „sagen, wo Bayern schlecht regiert“ werde. Da der Freistaat nach Meinung Wengerts „in vielen Bereichen aus dem Gleichgewicht geraten“ sei, seien „unsere Chancen für einen Wechsel groß“, weswegen es sich für die Genossen zu kämpfen lohne. Bezüglich des sozialdemokratischen Herausforderers von Horst Seehofer (CSU) bei der Wahl für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten, Christian Ude, betonte Wengert: „Mit Christian Ude haben wir einen exzellenten Kandidaten. Bayern braucht den Wechsel und Ude kann auch Ministerpräsident.“ Alexander Berndt (ale)

Ilona Deckwert, Georg Waldmann, Thomas Riederle, Carmine Macaluso, Catrin Riedl , Brigitte Protschka und Dr. Paul Wengert, (v. l.), Foto: Alexander Berndt




Artikel veröffentlicht am: 9. Mai 2013