Ostallgäu
Sozialdemokratie
in Wort und Tat

Verleihung der Roten AsF-Rose

Es war ein großer Festabend in Füssen: die 15. Verleihung der Roten ASF-Rose an die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und des Goethe-Instituts, Frau Prof. Dr. Jutta Limbach sowie des lokalen Preisgeldes an Dagmar Werner aus Kaufbeuren.
aktuelle und frühere Preisträgerinnen versammeln sich zum "Familienfoto der Roten ASF-
Rose, von links Ruth Weismann (erste Gleichstellungsbeauftragte in KF), Christa Berge
(Frauengeschichte und -literatur), Betty Reiners (ai), Brigitte Protschka (Mentoring-
projekt für Frauen), Jutta Limbach (2013), Ilona Deckwerth (ASF-Vorsitzende), Wiltrud
Fleischmann (Frauengeschichte und Literatur), Dagmar Werner (2013), Hanni Semmlin-Leix
(erste Vorsitzende des Füssener Gleichstellungsbeirats),Jutta Jandl(Kommunalpolitikerin)

Dagmar Rothemund moderierte den Abend vor ca 120 Gästen im   Luitpoldparkhotel in Füssen.
Sie führte kurz in die Bedeutung der ASF-  Rose ein: dem Frauenspiegel als Zeichen der
Frauen geschmückt mit der Blume der SPD-Frauen, die rote Rose. Mit diesem Preis werden
besondere Verdienste um die Gleichstellung von Männern und Frauen ausgezeichnet.
Anschließend folgten Grußworte von Dr. Paul Wengert, MdL, Bürgermeister Paul Iacob, der
Ostallgäuer Gleichstellungsbeauftragten Heike Krautloher und der Vorsitzenden des
Füssener Gleichstellunsgbeirats Hannelore Semmlin-Leix.
Die stellvertretende ASF-Vorsitzende Karin Wehle-Hausmann führte die Geschichte der
inzwischen 15 Preisverleihungen aus. Sie spannte dabei den Bogen von der ersten
Verleihung der Roten ASF-Rose an die Füssener Fraueninitiative PFIFF für ihren Wegweiser
für Frauen, über die Politikerinnen und Bundesministerinnen Renate Schmidt, Heidi
Wieczorek-Zeul und Herta Däubler-Gmelin, die damalige amnesty-Vorsitzende Barbara
Lochbihler bis hin zur Moderatorin Sonia Mikich. Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung
der Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich, die die SPD-Frauen in Frankfurt aufgesucht
haben.
Die Laudatorinnen Christa Berge und Wiltrud Fleischmann zeichneten mit Hilfe der
besonderen Wörter, die Jutta Limbach einmal eigens in einem Buch zusammengestellt hatte,
ein einfühlsames und prägnantes Bild von Dagmar Werner und ihrem Wirken in Kaufbeuren.
Sie führten aus, wie Dagmar Werner als SPD-Politikerin stets für Frauenrechte eingetreten
ist und sich beim Frauenforum in Kaufbeuren engagiert hat. Die Geehrte bedankte sich in
ihrer Rede und spendete den Geldpreis an Pro Familia in Kempten.
Ilona Deckwerth konzentrierte sich in ihrer Laudatio für die Hauptpreisträgerin Jutta
Limbach auf drei Aspekte. Zum einen der berufliche Lebensweg, der Jutta Limbach als erste
Frau überhaupt eines der drei höchsten Staatsämter in Deutschland innehaben ließ: als
Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts. Zum zweiten ihr stetes Bekenntnis für
Frauenrechte und die Gleichstellung von Mann und Frau, wie sie es in ihrer Tätigkeit als
Ministerin und Präsidentin auch praktisch umsetzte. Und schließlich ihr modernes
Familienleben, in dem sie die Verantwortung für die Kinder gemeinsam mit ihrem Mann
schulterte und als Frau ihre einzigartige berufliche Karriere erreichte.
Jutta Limbach antwortete auf die Laudatio sehr humorvoll und betonte, dass der Frauentag
ein klassischer Frauensolidaritätstag war und auch weiter sein muss. Sie verwies auf die
historischen Frauenvorbilder, wie z.B. Clara Zetkin, und appellierte daran, dass jede
Frauengeneration sich dessen bewusst sein möge, dass sie auf den erreichten Werken ihrer
Vorgängerinnen stehen. Zugleich müsse die Frage der Gleichstellung immer wieder neu und
der aktuellen Zeit entsprechend beantwortet werden. Jutta Limbach ermunterte zu aktivem
und gemeinsamen Handeln im Sinne der Frauensolidarität und Gleichstellung der Geschlech-
ter.
Beim abschließendem Empfang tauschten sich die Gäste, die aus dem gesamten Allgäu und
darüber hinaus angereist waren, angeregt aus. Jutta Limbach war dabei ganz geduldige
Zuhörerin und Gesprächspartnerin, die von Tisch zu Tisch gehend allen Rede und Antwort
stand. Die Gruppe vis á vis aus Roßhaupten spielte dazu die passende Hintergrundmusik.
Bild unten: Frau Prof. Dr. Jutta Limbach im Kreise lokaler PolitikerInnen
von links Paul Iacob (BGM Füssen), Karin Wehle-Hausmann (Stv. ASF-Vorsitzende),
die Preisträgerinnen 2013: Dagmar Werner und Prof. Dr. Jutta Limbach, Ilona Deckwerth
(ASF-Vorsitzende und Landtagskandidatin in Kempten/OA), Dagmar Rothemund (Moderatorin),
Regina Liebhaber (Bezirkstagskandidatin in Kempten/OA), Georg Waldmann (Listenkandidat
Landtag in MOD), Erich Nieberle (Bezrikstagskandidat in MOD), Dr. Paul Wengert ( MdL)

Artikel veröffentlicht am: 12. März 2013